Tour

Schnebelhorn in zwei Akten

Aktivität

Skitouren

Region

Zürich

Datum

vor 13 Jahren

1. Akt Am Freitag wollte ich mit den Skiern vom Toggenburg via Schnebelhorn ins Tösstal wandern. Blöderweise verpasse ich die geplante Verbindung ab St. Gallen und kann erst um 14 Uhr im beschaulichen Dörfchen Libingen starten. Wie zu erwarten war: Von einer Aufstiegsspur ist weit und breit nichts zu sehen. Deshalb beginnt meine Spurarbeit schon kurz oberhalb des Dorfs. Später kann ich die geräumte Fahrstrasse zum Gehöft Unterstein benutzen, aber anschliessend ist wieder Spuren angesagt. Mit den Skiern stellt sich das als ziemlich kräfteraubendes Unterfangen heraus: Ich sinke oft knietief ein und bleibe mit den Skispitzen im schweren Schnee, der unter der weichen Pulverunterlage liegt, stecken. Nach zwei Stunden - es ist bereits 16 Uhr - muss ich mir eingestehen, dass ich es nicht mehr vor Einbruch der Dunkelheit bis aufs Schnebelhorn schaffen werde. Ich kehre um, fahre durch den tiefen Schnee zurück nach Libingen und erwische dort gleich das nächste Postauto. Der Chauffeur ist denn auch etwas erstaunt, dass ich schon wieder zurück bin. 2. Akt Nach einer supercoolen Tour mit Andi und Oli im Engadin am Samstag, bin ich am Sonntagmorgen voller Elan und will mich am Schnebelhorn nochmals versuchen. Weil das Wetter heute traumhaft schön ist, bin ich auch nicht der einzige mit diesem Gipfelziel. Vom Bahnhof Steg im Tösstal geht's auf der Fahrstrasse nach Ohrüti und von dort auf dem Fahrweg zur Siedlung Eggweg und noch etwas weiter bis zum Bauernhof mit der auffälligen Scheune (halbrundes Dach). Ab hier ist wieder Spuren angesagt. Obwohl es seit Samstag nochmals ordentlich Schnee gegeben hat, fällt heute das Spuren leichter. Auf dem tief verschneiten Wanderweg stapfe ich hoch in Richtung Füliweid und Bärloch. Ich bin heilfroh, als ich aus dem Wald Gelächter höre und bald eine Gruppe Schneeschuhgänger unter mir entdecke, die mich gleich beim Vorspuren ablösen werden. Der Weiterweg ist wenig spektakulär: Die Fahrstrasse vom Bärloch unter dem Warten durch zum Burenboden ist ebenfalls geräumt und von dort zum Tierhag hoch ist eine Schneeschuhspur angelegt. Nach kurzer Einkehr im Restaurant Tierhag nehme ich die letzten Höhenmeter zum Gipfel des Schnebelhorns unter die Füsse, wo sich schon zahlreiche Skitüreler und Schneeschuhgänger tummeln. Da auch von der Libinger-Seite Spuren hochführen, wähle ich diese Seite zum Abfahren und folge der Krete bis zum P. 1147. Von dort gehts immer ziemlich geradeaus weiter, bis ich wieder dort vorbeikomme, wo ich am Freitag noch gescheitert war. Nach einer Stunde abfahren / stöckeln bin ich in Libingen, wo gleich der Postautochauffeur eintreffen, das Postauto aus der Garage holen und mich an den Bahnhof Bütschwil fahren wird. [gallery columns="4" ids="2668,2667,2666,2662,2663,2664,2665,2657,2658,2660,2659,2661"]

Wegpunkte

6 Wegpunkte

  1. Steg700m
  2. Orüti724m
  3. Tierhag1’140m
  4. Schnebelhorn1’292m
  5. Unterstein960m
  6. Libingen770m
Verschneite Landschaft auf dem Gipfel des Schnebelhorns

Verschneite Landschaft auf dem Gipfel des Schnebelhorns

Blick Richtung Voralpen

Blick Richtung Voralpen

Blick ins Toggenburg

Blick ins Toggenburg

Blick zum Alpstein

Blick zum Alpstein

Libingen: Das Postauto fährt vor

Libingen: Das Postauto fährt vor

Auf der Fahrstrasse zum Eggweg

Auf der Fahrstrasse zum Eggweg

Verschneites Vogelhaus

Verschneites Vogelhaus

Bald auf dem Schnebelhorn. Blick in die Voralpen

Bald auf dem Schnebelhorn. Blick in die Voralpen

Img 1346.jpg

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Eiszapfen - Wunder der natur

Eiszapfen - Wunder der natur

Blick hinüber zum Chatzenböl / Burstel

Blick hinüber zum Chatzenböl / Burstel

Ein paar butterweiche Schwünge im tiefen Schnee

Ein paar butterweiche Schwünge im tiefen Schnee

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