Tour

Weisshorn (Versuch)

Aktivität

Hochtouren & Klettern

Datum

vor 13 Jahren

Schwierigkeit

ZS / III

Aufstieg

2’400Meter

Abstieg

2’400Meter

Das Weisshorn ist ein grosser Berg. Mit seinen über 4500m ist er nicht nur einer der höchsten Gipfel der Schweiz; er besticht auch durch seine pyramidenförmige Gestalt, die weitherum sichtbar ist. Das Weisshorn ist auch ein anspruchsvoller Berg; die Zustiege und Auf-/Abstiegsrouten sind lang. Entsprechend gross ist mein Respekt vor diesem Berg. Als sich Andi bei mir meldet und fragt, ob ich auf's Weisshorn mitkommen wolle, muss ich nicht lange überlegen. Die Wetterprognosen für Freitag / Samstag stimmen uns zuversichtlich; einzig für den Samstagabend sind einige Gewitter angesagt. Nach der Zugfahrt ins Wallis starten wir kurz nach 9 Uhr zur Weisshornhütte. Der Hüttenweg zieht in zahlreichen Kurven hoch zum Rötiboden und dann über die Waldgrenze zur schönen Alp Jatz. Von dort geht es etwas flacher weiter bis auf knapp 3000 Meter, wo sich die kleine, aber feine Weisshornhütte befindet. Unterwegs öffnet sich das Panorama immer mehr: Von der Mischabelkette über Monte Rosa bis zum Breithorn - eine tolle Aussicht! Am Nachmittag legen wir uns noch etwas auf's Ohr, schliesslich soll es am nächsten Morgen ja früh losgehen. Nach dem Nachtessen legen wir uns bereits um 20.30 Uhr schlafen. Die Hütte ist mehr oder weniger voll, entsprechend warm (oder heiss) ist es im Schlafraum, trotz offenem Fenster. Kurz vor 2 Uhr klingelt der Wecker. Nach dem Morgenessen starten wir um ca. 2.20 Uhr auf dem Wanderweg, an der Wasserfassung vorbei in Richtung Schaligletscher. Der Himmel ist sternenklar, die Luft erstaunlich warm, man kann gleich im T-Shirt gehen! Ein Walliser Bergführer mit Gast zieht an uns vorbei. Dicht gefolgt von einem Einzelgänger, der sich die Route wohl nicht selber suchen will. Das sorgt gleich für ein paar böse Worte beim Bergführer ;-) Die Passage durch den Wasserfall ist schnell gemeistert. Nun montieren wir die Steigeisen und steigen auf dem oberen Schneefeld steil an in Richtung Felsen. Dort wandern die Steigeisen wieder in den Rucksack und im steilen Gelände, wo sich leichte Kletterei mit Gehgelände abwechselt, steigen wir hoch in Richtung Frühstücksplatz. Unterdessen sind in der dunklen Nacht Wolken am Himmel auszumachen. Am Grat zieht ein frischer Wind auf. Kurz nach 5 Uhr, als wir nur noch ca. 100Hm unter dem Früchstücksplatz sind, beginnt es zu graupeln. Na, solches Wetter hätten wir nicht erwartet! Wir sind uns nicht sicher: Umkehren oder weitergehen? Eigentlich ist ein sonniger Tag mit Gewittertendenz zum Abend prognostiziert. Dass schon am frühen Morgen dunkle Wolken rumhangen, gefällt uns gar nicht. Wir machen mal Pause, warten eine halbe Stunde, und als sich das Wetter eher verschlechtert als verbessert hat, beschliessen wir, die Tour abzubrechen. Der Bergführer mit seinem Gast und 2-3 weitere Seilschaften steigen noch weiter, aber die Seilschaften unter uns kehren fast alle um. Naja, das wars! Schade, wir waren zeitlich gut unterwegs, fühlten uns beide fit und waren zuversichtlich, den Gipfel zu erreichen. Aber wenn man das Gefühl hat, dem Wetter sei nicht zu trauen, sollte man auch nicht zu hoch pokern. Gerade nicht an diesem Berg. So steigen wir etwas missmütig wieder ab. Als wir dann weiter unten sind, werden wir noch kurz verregnet - was eigentlich unsere Entscheidung zur Umkehr bestärkt. Aber als wir noch etwas weiter unten sind, wird das Wetter wieder besser. Und als wir wieder ganz unten in Randa sind, ist der Himmel blau - keine Wolke ist zu sehen. Da hat uns der Petrus aber schön reingelegt! Schlussendlich war es lediglich eine kurze Störung, die offenbar am frühen Morgen von Westen über die Mattertaler Bergwelt hinwegzog und sich dann wieder aus dem Staub machte - aber das konnten wir ja nicht wissen ;-) Lange Rede, kurzer Sinn: Wir haben's versucht und kommen gerne wieder :-) [gallery columns="4" ids="3435,3436,3437,3438,3439,3440,3441,3443,3444,3445,3446,3447,3448,3449,3450,3451,3452,3453,3454,3455,3456,3457,3458,3459,3460,3461,3462,3463,3464"]

Wegpunkte

3 Wegpunkte

  1. Randa1’400m
  2. Alp Jatz2’260m
  3. Weisshornhütte2’932m
Blick vom Zustieg zur Weisshornhütte nach Randa

Blick vom Zustieg zur Weisshornhütte nach Randa

Blick in die Berner Alpen

Blick in die Berner Alpen

Oberrothorn, ein bisschen Monte Rosa, Liskamm, Breithorn, Mettelhorn

Oberrothorn, ein bisschen Monte Rosa, Liskamm, Breithorn, Mettelhorn

Mischabel-Kette

Mischabel-Kette

Da wollen wir rauf: Weisshorn

Da wollen wir rauf: Weisshorn

Weisshornhütte mit prächtiger Aussicht

Weisshornhütte mit prächtiger Aussicht

Schwarznasenschaf bei der Hütte

Schwarznasenschaf bei der Hütte

DSC00221

DSC00221

Täschhorn mit Kinflanke im Zoom

Täschhorn mit Kinflanke im Zoom

Dom mit Festigrat

Dom mit Festigrat

Naja, das hätten wir uns anders vorgestellt! Dunkle Wolken am Himmel bei unserem Umkehrpunkt auf ca. 3800m

Naja, das hätten wir uns anders vorgestellt! Dunkle Wolken am Himmel bei unserem Umkehrpunkt auf ca. 3800m

Von Westen kommt das schlechte Wetter

Von Westen kommt das schlechte Wetter

Blick auf den Wisse Schijen

Blick auf den Wisse Schijen

Andi beim Abklettern

Andi beim Abklettern

Eine Stunde nach unserer Umkehr: Das Wetter wird wieder besser

Eine Stunde nach unserer Umkehr: Das Wetter wird wieder besser

Andi im Abstieg

Andi im Abstieg

Ds C00248.jpg

Ds C00248.jpg

Irgendein Felszahn zeigt sich hinter den beeindruckenden Äschhörnern

Irgendein Felszahn zeigt sich hinter den beeindruckenden Äschhörnern

Schöne Stimmung

Schöne Stimmung

Blick hoch in Richtung Frühstücksplatz

Blick hoch in Richtung Frühstücksplatz

Andi bei der Querung auf ca. 3480m

Andi bei der Querung auf ca. 3480m

Stone Surfing

Stone Surfing

Spannender Wegverlauf bei der Felsbarriere oberhalb des Wasserfalls

Spannender Wegverlauf bei der Felsbarriere oberhalb des Wasserfalls

Andi im Profil

Andi im Profil

Wieder mal entleert sich eine Regenwolke

Wieder mal entleert sich eine Regenwolke

Der Weisshorn-Gipfel in den Wolken

Der Weisshorn-Gipfel in den Wolken

Mettelhorn

Mettelhorn

Hübsches Alpgebäude bei der Alp Jatz

Hübsches Alpgebäude bei der Alp Jatz

Abstieg nach Randa, hinten der Felssturz von 1991

Abstieg nach Randa, hinten der Felssturz von 1991

Blick aus dem Zug hoch zum Weisshorn: Da hat uns der Petrus schön reingelegt!

Blick aus dem Zug hoch zum Weisshorn: Da hat uns der Petrus schön reingelegt!